Tja, was hab ich im Januar gemacht... Ich hab ziemlich viel South Park im Internet gesehen und natürlich hab ich auch etwas mit meinem Umfeld sozialisiert. So hab ich den Januar genutzt, um die Menschen in meinem näheren Umfeld besser kennenzulernen. In Bars oder bei den allmählich berühmt berüchtigten Kaikan-Partys. Der Kaikan ist das andere Wohnheim, wo eigentlich die Ausländer wohnen. Da es im Kaikan ein internes Netzwerk gibt, hatten wir
beschlossen zusammen ein
Computerspiel zu spielen. Welches, sag ich jetzt mal nicht... Also habe ich meinen Schleppi zum
Kaikan rübergetragen und versucht, mich ins Netz einzuklinken.
Als es nach einer Stunde immer
noch nicht geklappt hat, hatte einer von uns die Idee, es mal in seinem Zimmer zu probieren. Überraschenderweise hat das auch nach zehn Minuten geklappt. Danach ging ich zurück in mein Ursprungszimmer und war auch dort im Netz. Das lustige an der Sache ist, dass ich wohl dem einen seine Netzwerkkennung geklaut habe und er fast einen Tag nicht ins Internet konnte.
Eine andere Anekdote ist noch ganz frisch. Gestern war ich auf einer Veranstalltung des International Club Fukui, bei dem ich nun schon vier Monate lang ein glückliches Mitglied bin. Da der Valentinstag in Japan so eine große Nummer ist, ging es ums Schokolade machen, zubereiten...wie auch immer. Ich habe letztendlich Tausend Yen bezahlt, um drei Stunden in der Küche zu ackern. Ich gehöre zwar offiziell nicht zu den I.C. Mitarbeitern, dem sogenannten "Staff" (die Amtssprache im Club ist in der Regel Englisch), darf aber immer für ihn arbeiten. Soll aber zahlen, wie ein Gast. Ich glaube, es wird Zeit eine Gewerkschaft zu gründen und den I.C. zu bestreiken. Als ich nach drei Stunden todmüde aus der Küche in den Partyraum gekorochen kam, konnte mich nicht mal das Schokoladenfondue (zubereitet mit meinem Schweiß und Blut - das mein ich wörtlich, denn ich hab mir beim Erdbeeren schneiden das Messer in den Finger gejagt, Freude über Freude...) aufheitern. Nachdem das über die Bühne war, ging ich mit den
anderen Austauschstudenten in
die Unisporthalle. Es wurde zwar Volleyball gespielt, was ich seit
der neunten Klasse abgrundtief
verabscheue, aber am Ende war es doch ganz lustig. Nur ein bisschen kalt. Das ist das Problem hier im Winter. Es ist überall immer nur kalt und beim Volleyball haben wir uns alle nicht wirklich bewegt. Ein langweiliger Sport, wie ich finde.
Es ist also nicht viel los im Osten. Der Februar wird spannender und ich hab mir vorgenommen auch mal wieder öfter den Photoapparat mitzuschleppen.
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