Außer diesem Fund gibt es natürlich auch noch andere Dinge zu berichten. Vor kurzem war hier in Japan das Kirschblütenfest. Jedes Jahr, wenn die Kirschblüten blühen, versammeln sich die Leute darunter um zu Picknicken. Meist ist auch Bier im Spiel oder eine Samuraiparade.
Das ganze gab es dann auch noch in weiblich. Nett, oder?
Bei diesem Fest wurden Schüler, Studenten, Familien und Angestellte
von diversen ortsansässigen Bertieben in Köstume gesteckt und durften
verschiedene Epochen der japanischen Geschichte verkörpern.
Angefangen mit der Kofun-Periode, wo bei uns zur gleichen Zeit das Ende des Weströmischen Reiches und
Völkerwanderungszeit angesagt war, ging es bis in die späte Edo-Zeit. Die ging von 1603 bis 1867, glaub ich.
Eigentlich drehte sich aber alles eher um das hier:
Auch hübsch bei Nacht.

Vor kurzem hat die Uni wieder angefangen, was bedeutet, dass ich mich wieder mit dem üblichen Kram rumschlage. Hausafgaben, Vokabeln lernen und auch Grammatik...die Zeichen lass ich gerad leider schleifen... Es passiert also nicht viel denkwürdiges. Lustig ist, dass ich endlich mal ein paar vernünftige Graffitis gefunden habe. Die sind hier sonst eher Mangelware.
Zum Schluss zu erwähnen, ist dann noch eine Geburtstagsfeier vor einer Woche. Einer von uns wurde 25 und dabei ordentlich überrascht. Vorher muss ich noch sagen, dass ich bedenken hatte, was die Überraschungen angingen, da er doch ein recht gläubiger und frommer Moslem ist/war. Weiß ich nicht genau.
Auf jeden Fall lauerten ihm einige von uns Abends in der Nähe von einem Parkplatz auf und als er vorbeikam, bekam er einen schwarzen Sack über den Kopf, wurde festgehalten und an den Beinen mit Klebeband gefesselt. Er hat sich ganz schön erschrocken, aber nach kurzer Zeit gemerkt, wer die Ganoven waren, die ihn entführten. Er hat trotzdem wie blöde geflucht. Angekommen im Wohnheim fand er sich dann von seinen Freunden umringt wieder, die ihm ein Geburtstagsständchen sangen.
Daraufhin musste er erstmal eine halbe Stunde sitzen und den Schock verdauen. Er hatte keine Ahnung, was noch kommen sollte.
Etwa eine Stunde nach dem ersten Schock, wurde er gebeten sich auf einen Stuhl zu setzen. Dann wurden ihm die Augen verbunden. Ich weiß nicht, ob er damit gerechnet hat, dass der Franzose und ein Chinese als Frauen oder besser gesagt Prostituierte verkleidet ihn umgarnen würden. War aber auf jeden Fall peinlich und ich habe ein paar Photos gemacht, auf denen man sein schmerzverzerrtes Gesicht sehen kann. Die zeig ich gern, wenn ich wieder in Deutschland bin. Sowas privates möchte ich ungern im Internet verewigt sehen. Da verfahr ich nach dem Motto: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andren zu. Vielleicht dieses eine. Das ist der Partyraum eine halbe Stunde
bevor es los ging.
Damit ist die Feier noch nicht zu Ende gewesen, aber hier soll es das erstmal gewesen sein. Ich hoffe, diese spannende Kleinstadt, in der ich hier lebe, gibt mir möglichst bald wieder einen Anlass, etwas zu schreiben.