Samstag, 1. März 2008

Oshima

Jetzt ist es schon ein bisschen länger her, dass ich auf Reisen ging, aber nach fast zwei Monaten ging es mal wieder raus in die weite weite Präfektur Fukui. Das Ziel war ein Ryokan, ein traditionelles japanisches Hotel in Awara, das für seine heißen Quellen bekannt ist. Heißes Wasser kann ich aber nicht leiden, deshalb hab ich geschlafen, als die anderen baden waren. War auch nicht schlecht. Echt erholsam. Die Hauptattraktion neben dem geselligen Beisammensein im Hotelzimmer war der Ausflug nach Oshima. Eine kleine Insel bei Mikuni, die durch eine Brücke mit dem Land verbunden ist. Der Legende nach wimmelt es dort von Geistern und anderen übersinnlichen Erscheinungen. Letztendlich habe ich keine gesehen, aber es gibt zwei Geschichten, die ich kurz erzählen möchte. Die erste handelt von jemandem, der auf einem Boot, glaub ich, ein Photo von Oshima gemacht hat, auf dem man nachdem das Photo entwickelt wurde enorm viele Hände über der Insel gesehen hat. Auf meinen Photos sind aber keine Hände. Ich hab gründlich nachgesehen. Die zweite Geschichte besagt, dass sich zwei Leute auf dem Rundkurs um die Insel nicht begegnen, wenn einer im Uhrzeigersinn und einer gegen den Uhrzeigersinn geht. Das haben wir leider nicht ausprobiert. Da es aber auch hin und wieder mal eine Weggabelung 
gibt, könnt ich mir das schon vorstellen, dass man sich unter Umständen
nicht trifft. Abgesehen von den Gruselgeschichten ist Oshima auch eine ziemliche
Naturschönheit.